Die 4 Online Marketing Trends die 2016 dominieren werden

Online Marketing Trends 2016

Ende des Jahres 2015 rückt nun auch Europa im Internet enger zusammen. Eine Reform des EU-Datenschutzes wurde den europäischen Nutzern schön verpackt unter den Weihnachtsbaum gelegt. Nach langwierigen Verhandlungen einigte man sich bei der neuen Datenschutz-Grundverordnung auf einfachere Beschwerdemöglichkeiten und auf ein Recht auf Vergessen. Datenschutzoasen in Europa soll es somit nicht mehr geben und Anbieter werden verpflichtet so schnell wie möglich über Datenlecks zu informieren.

Daß diese Reform Auswirkungen auf die Onlinemarketing Trends im kommenden Jahr 2016 haben werden darf bezweifelt werden. Längst sind Double-Opt-In Verfahren und Zustimmungspflicht zu den AGB’s in den Onlineangeboten verankert worden. Notwendige Anpassungen werden hier schnell erfolgen können.

Und so können wir einen Blick auf die kommenden Trends im Jahr 2016 werfen. Die Online-Marketing-Branche wird sich auch im kommenden Jahr weiter stark diversifizieren und fast täglich werden neue Endgeräte, Programme, Apps und Dienste vorgestellt werden. Neue Start-ups mit Ihren digitalen Geschäftsmodellen erobern traditionelle Märkte und führen zu tiefgreifenden Änderungen bisheriger Workflows in Marketing und Vertrieb.

Selbst traditionell starke Branchen werden von der Welle der Digitalisierung erfasst und werden mit voller Wucht getroffen. Im Jahr 2016 werden dies neben dem Mittelstand die Automotive und die Bankenbranche intensiv spüren.

Unternehmen reagieren bereits und Bündeln die digitale Verantwortung an einer zentralen Stelle. SAP hat mit Jonathan Becher aus Palo Alto einen „Chief Digital Officer“ berufen und im Mai 2015 hat die Deutsche Bank Henry Ritchotte zum CDO berufen.

Status-Quo des Online-Marketings

Stand das Jahr 2015 im Zeichen der Marketingautomation, Social Conversions und Online Reputation Management und dem alles dominierenden Thema Content-Marketing, sind die Marketiers nun auf das kommende Jahr gespannt. Werden sich bestimmte Trends verstärken oder sich andere als One-Hit Wonder erweisen?

Packen wir es also an und schauen uns die 5 Online Marketing Trends 2016 näher an:

1. Mobile dominiert

2015 war ein besonderes Jahr. Mobile schlug erstmalig den Desktop Traffic. Google sorgte mit „Mobilegeddon“ dafür, dass mobil optimierte Webseiten besser in Google Ergebnisslisten ranken als nicht optimierte Webseiten. Nutzer finden nun mobil relevantere und auch auf Ihren Endgeräten nutzbarere Angebote. Die Userexperience wurde verbessert und damit steigt auch die Akzeptanz und die Nutzung an. Lediglich beim finalen Bezahlvorgang vertrauen Nutzer im Moment noch mehr dem Desktop. Wenn es den Payment-Anbietern in 2016 gelingt den Bezahlvorgang sicher und einfach zu gestalten, werden die Nutzer auch der mobilen Zahlungsmöglichkeit mehr Vertrauen schenken. Mobile wird dann 2016 die Desktopnutzung auch auf der letzten Meile der Customer Journey schlagen. Die Nutzer werden dann Ihren PC noch seltener einschalten und den Trend des „every time and everywhere – mobile on“ weiter verstärken. Dies wird sich dann in 2016 auch weiter auf den Hardwareabsatz auswirken. Smartphones stehen in der Gunst der Käufer auf Platz 1. Tablets sind stark in der „second screen“ Nutzung. Aufgrund der hohen Performance der Tablets gemessen an den Aufgaben die Nutzer damit erledigen, sind die Wiederbeschaffungs-Zyklen bei Tablets aber weitaus geringer als bei den Smart Phones. Der Desktop bleibt am Ende auf Büroarbeitsplätze fokussiertes Endgerät. Diese Entwicklung hat auch direkte Auswirkungen auf die Werbeformen in 2016.

2. Evolution der Ad-Werbeformen

Mit weiterer Fokussierung der Nutzer auf Ihre mobilen Endgeräte und deren jeweilige Ökosysteme werden die Aufgaben der Marketingdienstleister schwieriger. Wie kommt man im entscheidenden Augenblick in das Mind-set der Kunden? Google-Ads haben ihr Maximum an Effizienz erreicht und umwälzende Neuerungen sind an Googles Cash-cow nicht zu erwarten. Google geht aus diesem Grund längst neue Wege und dokumentiert dies mit einer Umbenennung in Alphabet. Ob Digital-Signage, also der digitalen Außenwerbung, oder die Erweiterung der Video-Ads in Streamingkanäle, die Grundsteine der kommenden Trends sind bereits gelegt. Werbung diversifiziert sich auch im kommenden Jahr weiter, da die Nutzer auf Ihren mobilen Endgeräten Apps mit einem jeweils eigenen Ökosystem öffnen. Insbesondere Facebook, das vorwiegend mobil genutzt wird und frei von Adblocker Problemen ist, kann in 2016 einen zunehmenden Teil des Onlinewerbekuchens für sich gewinnen. Durch die zunehmende Verbreitung von mobile Flat Rates steigt die Nutzung von Videos weiter stark an. Googles Platzhirsch YouTube sieht sich hier mit zunehmenden Angeboten der Wettbewerber konfrontiert. Facebook und auch Bing haben sich hier bereits in Stellung gebracht. Auch 2016 wird es Unternehmen mit kreativen Werbevideos gelingen die Phalanx der Youtube Starts zu durchbrechen. So gelang es EDEKA und The Voice Kids 2015 sich bei den View Views noch vor zum Beispiel BibiesBeautyPalace (Mode, Lifestyle und Kosmetik oder Paluten (Let’s Player) zu platzieren. Auch die Marketingdienstleister erhöhen die Qualität Ihrer Pre- and Post-Roll-Clips permanent. Die Nutzer wiederum nehmen kurz gehaltene Werbung, die sie im Zweifel mit einer Skip Funktion überspringen können, erstaunlich gut an. Aus dem TV sind sie in der Regel auch ganz andere Werbeblock-Längen gewohnt und scheinen eine Sequenz von 20-30 Sekunden häufig zu akzeptieren. Auch die Streaming Angebote rücken in 2016 für die Vermarkter in den Fokus. Hier können die Zielgruppen ganz spitz angesprochen werden. Smart-TV’s haben die Haushalte erobert und auch hier können nun die Streaming Ads neue Zielgruppen erschließen.

3. Virtual Reality

Eine ganze Industrie wettet zurzeit auf das Zukunftsthema Virtuelle Realität. Ob Oculus Rift oder Googles Cardboard Ansatz zur einfachen Nutzung der Handys als VR Gerät, die Industrie hat sich in Stellung gebracht. Videospiele werden konzipiert und viele neue Werbeformen werden hier entstehen können. Mark Zuckerberg hat 2 Milliarden USD für Oculus Rift ausgegeben und möchte VR für jeden zugänglich machen. Denkbar sind hier die Verknüpfung von Social Media, Videokanäle und Messaging mit VR. Ob es sich bei dem Trend VR um einen Massenmarkt oder um eine vorübergehende Modeerscheinung handelt, wird sich in 2016 entscheiden. Viele der Digital Aborigines erinnern sich dunkel an den Second Life Hype und bleiben gespannt ob die Milliardenwette aufgehen wird.

4. Internet of Things (IoT)

Während die Medien der Apple Watch Vorstellung entgegenfieberten, haben viele Firmen bereits Fakten geschaffen. Ob Withings, fitbit, Jawbone, Pebble, Samsung, Huawei oder Garmin, alle haben bereits vor Apple wearable Technologie herausgebracht. Teilweise übertreffen diese Geräte die Funktion und das Design von Apple Watch deutlich. Werbung folgt dieser Entwicklung und ist es möglich News direkt auf die Smartwatches zu bringen. Das sind die ersten Schritte in eine Welt der vollständigen Vernetzung. In allen Bereichen werden entsprechende Internet Konnektivitäten etabliert. Die Energiebranche und Telekommunikationsbranche versucht die Endkunden mit Smart-Home Funktionen einzubinden, die Automotiv Industrie verkauft in Zukunft Softwarefunktionalitäten, die leicht zu in Ihren Autos zu skalieren ist und auch hier laufen entsprechende Investitionswetten. Bestes Beispiel ist der Automobilhersteller Tesla. Mit dieser eignen Art mit Elektromobilität den Markt aufzumischen, wird der Hersteller zu einem Hoffnungsträger der beim Erreichen der globalen Klimaziele hilft. Tesla wird so zum Nutznießer politischer Entwicklungen.

Big Data ist in 2016 kein Trend mehr sondern Realität für alle Vermarkter geworden. Ob Realtime Bidding oder Datamining von Milliarden Nutzerprofilen, das alles ist durch die neuen in-memory Technologien (z.B. SAP Hana) bereits heute möglich. In 2016 wird es verstärkt darum gehen die verschiedensten Datenprofile der Nutzer auf möglichst Intelligente Art auszuwerten und auf Basis der gewonnenen Daten Predictive Behavioral Targeting noch effizienter zu gestalten.

Wir werden die Entwicklungen für Sie auch im kommenden Jahr verfolgen und eines ist jetzt schon sicher, es wird wieder sehr spannend werden. Wie sagte schon Albert Einstein?

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“

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