Von wegen gratis – die Krux mit den In-App-Käufen

In-App-Käufe

Ein Smartphone User nutzt im Monat etwa 27 Apps: Spiele, Kochbuch, Navigationsgerät oder Fitnesstrainer – für viele von uns geht’s nicht mehr ohne. Das Schöne dabei: Viele Apps gibt‘s kostenlos – denkste. Gratis-Apps sind noch lange nicht gratis: Schnell tappen Smartphone User über so genannte In-App-Käufe in eine Kostenfalle und ärgern sich. Was In-App-Käufe sind, wie man sie als User verhindert und worauf App-Entwickler achten sollten, erfahrt ihr hier:

Was sind In-App Käufe?

In-App-Käufe, das zeigt schon der Name, finden innerhalb einer App statt – sprich, die Kosten entstehen aus dem Gebrach der App heraus. Das Konzept, was dahinter steckt, ist recht simpel: Die App wird erst einmal gratis zum Download angeboten – sobald aber weitere Funktionen benötigt oder Werbung dauerhaft ausgeblendet werden sollen, kann es plötzlich teuer werden. Ein Klassiker: Das Freischalten höherer Spiellevel in den bekannten Games wie Jelly Splash und Co. – natürlich gegen Gebühr. Das Fiese dabei: Die Beträge der In-App-Käufe erscheinen auf den ersten Blick sehr niedrig, was App-User verleitet, sich manches Extra zu gönnen. Der Überblick geht so schnell verloren und Folgekosten können sich rasch auf dreistellige Beträge belaufen. Übrigens besteht das Risiko der In-App-Käufe nicht nur bei Smartphones sondern auch bei Tablets.

Was bedeuten sie für App-Entwickler?

Aus dem Blickwinkel der Entwickler sind diese sogenannten ‚Freemium‘-Angebote allerdings eine spannende Möglichkeit, um ihre Neuheiten auf den Markt zu bringen. Basierend auf dem Gedanken, dass der User eher gewillt ist, eine unbekannte App herunterzuladen wenn sie kostenfrei ist, kann die Community so quasi ‚angefüttert‘ werden. Der User testet sich kostenlos durch, kann sich mal umsehen und bei Gefallen eben einen Betrag X entrichten um die App in vollem Umfang nutzen zu können. Von dieser Perspektive betrachtet, erscheint das Konzept gar sinnvoll. Die Problematik scheint daher in der Kommunikation über die In-App Käufe zu liegen: Um Ärger mit den Usern zu vermeiden, sollten die Entwickler in der Beschreibung im App-Store auf Klartext setzen. Welche Funktionen der App sind kostenlos? Und für welche Extras entstehen welche Kosten? So ist sich der Nutzer von Anfang an bewusst, ab wann Kosten für die Appnutzung anfallen können.

Wie kann der User sich vor In-App Käufen schützen?

Die gute Nachricht für alle User: Man kann sich gegen die ‚Appzock-Falle‘ absichern. Durch eine einfache Deaktivierung im Smartphone/Tablet oder durch eine Passwort-Sperre lassen sich die In-App-Käufe verhindern. Das sorgt für bessere Kostenkontrolle und verhindert, dass man rein aus Versehen einen In-App-Kauf abschließt.

Bei iOs:

Auch wenn Apple alle Apps, die In-App-Käufe erlauben, sichtbar kennzeichnet, kann ein solcher Hinweis schnell mal übersehen werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, die Käufe über die Einstellungen des iPhones oder iPads komplett zu deaktivieren – vor allem wenn auch mal die Kinder mit dem Smartphone spielen. Dies gelingt schnell über „Einstellungen“ – „Allgemein“ – „Einschränkungen“. Standardmäßig sind die Einschränkungen noch deaktiviert. Durch den Schieberegler können diese aktiviert und ein vierstelliger Code zum Schutz eingerichtet werden.  Anschließend lassen sich In-App-Käufe ganz einfach komplett deaktivieren.

Bei Android:

Bei Android lassen sich In-App-Käufe leider nicht völlig sperren. Jedoch können sich die User durch ein zusätzliches Passwort schützen, dessen Eingabe in einer solchen Situation erforderlich wird. Dieses kann man über die Einstellungen im Google Play Store festlegen und bei Bedarf bei allen Käufen bei Google Play anzeigen lassen.

Wer auf die radikale Deaktivierung aller In-App-Käufe verzichten möchte, sollte sich besser gut informieren, welche Funktionen bei gratis downloadbaren Apps kostenfrei nutzbar sind und sich außerdem gut überlegen, welche Zusatzfunktion wirklich nötig ist.

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