Mobiles Marketing – ein Rückblick auf 2014

Die mobile Internetnutzung ist weiterhin auf dem Vormarsch: bereits 54% (2014) der Deutschen nutzen ein mobiles Endgerät um das Internet zu durchsuchen, die Zahlen sind weiterhin steigend. Auch die Verbreitung und Nutzung des neuen, schnelleren mobilen Internets LTE (4G) hat sich 2014 gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozentpunkte verbessert. Dieser Trend stellt aber auch Anforderungen an die Webseitenbetreiber, die jeweiligen Seiten für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets optimal nutzbar zu machen. Wir haben in unserem Beitrag die wichtigsten Entwicklungen von 2014 zusammengefasst, sodass Sie rund um das Thema Mobiles Marketing bestens informiert sind.

Mobiles Shopping

Besonders die mobilen Seiten der Onlineshops sind häufig noch verbesserungswürdig. Die Relevanz des Mobile-Commerce ist nicht zu bestreiten, doch dabei muss die Usability im Vordergrund stehen, denn das Ziel ist schließlich der erfolgreich abgewickelte Einkauf. Es ist also besonders wichtig, dass die Kunden möglichst einfach und schnell an das Produkt ihrer Wahl gelangen. Die Statistik jedoch zeigt: Viele Onlineshops können leider nur als „mobile Albträume“ bezeichnet werden und vergraulen die Nutzer mobiler Endgeräte eher, als dass sie sie locken. Der Umsatz des E-Commerce stieg von 2012 auf 2013 um 5,1 %, jedoch wurden nur 15% aller Einkäufe im Jahr 2014 über das Smartphone getätigt.

Die folgende Grafik verdeutlicht, dass 2013 nur circa ein Drittel aller Onlineshops mobile-optimiert sind und in diesem Bereich immer noch Handlungsbedarf besteht.

Mobil-optimierte-Onlineshops

Maßnahmen zur mobilen Optimierung.

Generell ist das Online-Shopping aber auch weiterhin auf dem Vormarsch. Punkte wie unbegrenzte Öffnungszeiten und die stressfreie, direkte Lieferung der Ware bis an die Haustür locken Menschen aller Altersklassen, ihren Einkauf im Internet zu tätigen. Wir haben in unserem Beitrag Status-quo des Mobile-Commerce bereits Vor- und Nachteile des Online-Shoppings gegenübergestellt. Damit auch die Nutzung mobiler Webseiten einen positiven Eindruck beim Kunden hinterlässt, sind einige Punkte zu beachten.

Tipps zur Optimierung mobiler Webseiten

An oberster Stelle steht bei der Verbesserung mobiler Webseiten die Funktionalität. Hier einige Tipps, wie Sie in puncto Nutzerfreundlichkeit punkten können:

  • die Seite sollte übersichtlich gegliedert sein
  • Bilder und Texte müssen sich flexibel dem jeweiligen Ausgabedisplay anpassen können
  • einspaltige Layouts benutzen
  • auf überflüssige Informationen und Spielereien (wie beispielsweise Animationen) verzichten
  • auf ein einheitliches Design setzen
  • die Selektion des Inhalts sollte bei mobilen Seiten stets im Vordergrund stehen

Mobile E-Mail Nutzung und Marketing Mails

Auch rund 30 Jahre nach Versenden der ersten E-Mail ist deren Nutzung aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Diese Relevanz lässt sich auch in der mobilen Nutzung erkennen: Die häufigste Anwendung, die über mobile Endgeräte getätigt wird, ist das Abrufen und Lesen von E-Mails. Sieht man sich die Trends im mobilen E-Mail Marketing an, so wartet noch die ein oder andere Herausforderung auf die Marketer.

Mobile und stationäre E-Mail Nutzung sind relevant

Auch im Jahr 2014 wurde das mobile Internet von den Deutschen noch nicht als Ersatz für das stationäre Home-Netzwerk gesehen, da die meisten Anwendungen nach wie vor noch über letzteres genutzt werden. Sich als Entwickler nur auf die Optimierung mobiler E-Mail-Vorgänge zu stützen wäre also falsch. Vielmehr ist anzumerken, dass die Nutzung saisonalen Schwankungen unterliegt. E-Mails sollten also so verfasst werden, dass sie einem großen Spektrum von Geräten gerecht werden und bei diversen Mailanbietern gut lesbar sind, damit jeder Empfänger mit dem Ergebnis zufrieden ist.

An Wochenenden und Feiertagen höchste mobile Öffnungsrate

Doch wann rufen die Deutschen ihre Mails auf dem Smartphone ab? Dieser Vorgang ist längst nicht mehr an ein „unterwegs“ gebunden, sondern orientiert sich viel mehr an der Arbeitszeit beziehungsweise der Freizeit der jeweiligen Person. Kurz gesagt: Ist der Nutzer nicht auf der Arbeit und hat somit auch keinen ständigen Zugang zu stationärem Internet, wird meist auf das Smartphone zurückgegriffen.

Tablets immer beliebter

Einen rasanten Anstieg ist auch in der Nutzung des Tablet-PCs zu verzeichnen. Im Jahr 2014 benutzten 26% der Deutschen ein Tablet zum Surfen im Internet; im Vorjahr (2013) waren es nur 13%. Auch zum Abfragen und Versenden von E-Mails werden die kompakten Geräte immer beliebter, trotz gesunkener Verkaufszahlen.

Mobile E-Mail Nutzung im Ländervergleich

Auch im Ländervergleich gilt: jedes Land hat seine eigenen Sitten, was das internationale Marketing durchaus erschwert. Werden E-Mails in Großbritannien, den USA und Australien vorwiegend mobil abgerufen, so verteilt sich der Wert in Deutschland zu je einem Drittel auf mobile Geräte, Desktop- und Webanwendungen. Die Anpassung der Mail auf eine möglichst große Anzahl von Ausgabemedien ist also, wie bereits erwähnt, besonders zu beachten.

Branchenzugehörigkeit als Kriterium für mobile E-Mail Nutzung

Auch die Branche spielt eine Rolle bei Mails, die über mobile Endgeräte abgerufen werden. Einen klaren Vorteil haben hier Unternehmen der Bekleidungsindustrie, deren E-Mails von 59% der Nutzer auf einem Smartphone abgerufen werden. Da potentielle Kunden bereits auf die Marketing-Mails reagieren, ist die Chance, einen Kauf abzuwickeln, hier deutlich höher. Für die Verantwortlichen ist es daher wichtig, die Fashion-Newsletter für mobile Geräte benutzerfreundlich zu gestalten. Schlechter sieht es dagegen bei der Medien- und der Reisebranche aus, obwohl möglicherweise die gleichen Marketingstrategien angewendet wurden.

Neuerungen 2015: Google kennzeichnet mobile-optimierte Seiten

Durch die starke Marktbeherrschung hat Google den Trend zu mobilen Suchanfragen frühzeitig erkannt und reagierte mit der Einführung eines Features, bei dem mobile-optimierte Webseiten in der Suche durch den Zusatz „mobile-friendly“ besonders hervorgehoben werden. Dazu wird die Webseite anhand bestimmter Kriterien überprüft, beispielsweise auf die Verwendung von Flash-Playern und die Anpassungsfähigkeit der Seite an den Ausgabebildschirm. Doch damit nicht genug. Seit dem 21. April 2015 wertet Google die „mobile-friendliness“ sogar als Rankingfaktor. Je früher Sie Ihre Webseite also optimieren, desto besser.

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Fazit

Wer ganz oben mitspielen möchte, der sollte in die mobile Optimierung seiner Webseite investieren. Besonders Onlineshop-Betreiber deren Ziel es ist, etwas zu verkaufen, können hier bei (potentiellen) Kunden im Bereich Usability punkten. Wichtig ist dabei, die oben genannten Tipps zur mobilen Optimierung zu beachten, denn dann kann jeder Onlineshop und auch jede mobile Webseite auch über mobile Endgeräte Spaß bringen und zum Erfolg werden.

Sie möchten mehr über das Thema Mobiles Marketing und Mobile-Optimierung wissen? Folgende Artikel empfehlen wir Ihnen:

Quelle Infografik: http://www.mobile-zeitgeist.com/2013/06/17/ein-drittel-der-onlineshops-mobil-optimiert-der-rest-nicht/

 

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