Rocket Internet geht mit eigener Kommunikationsagentur an den Start

Neues aus dem Samwer-Imperium: Rocket Internet, die Startup-Schmiede der Samwer-Brüder, macht jetzt auch in Kommunikation. Mit der Gründung der Kommunikationsagentur RCKT wird nun der Agenturmarkt geentert. Wir fragen uns, was von dieser Entwicklung zu erwarten ist. Das Wichtigste im Überblick:

Bis dato übernahm eine 40-köpfige Inhouse-Kommunikationsabteilung die Aufbauarbeit der Rocket-Startups, bis diese den Kinderschuhen entwachsen waren. Danach beauftragte man externe Agenturen mit dem Part der Marken- und Unternehmenskommunikation. Das soll mit RCKT jetzt anders werden. RCKT geht als Full-Service-Agentur mit einem 35-köpfigen Team an den Start, das u.a. Produkt-PR, Werbung, Corporate Publishing sowie Marken- und Krisenkommunikation für rund 50 Kunden aus der Rocket Internet Welt übernehmen wird. Rocket Internet selbst kommentiert den Einstieg in den Agenturmarkt und die Auslagerung der Kommunikationseinheit als ‚logischen Schritt‘. Damit aber nicht genug: In absehbarer Zeit sollen auch Firmen außerhalb des Rocket-Imperiums als Kunden generiert werden – überwiegend Startups, ganz dem Naturell der Rocket Internet-Welt entsprechend. Erklärtes Ziel ist es, RCKT mittelfristig zu einer richtigen Agentur aufzubauen und im größeren Stil im Agenturgeschäft mitzumischen.

Eine Bedrohung für die etablierten Kommunikationsagenturen?

Zunächst einmal ist die Gründung nicht wirklich überraschend: Bei entsprechendem Auftragsvolumen durch die Rocket-Launches kann, im Sinne der Make-or-Buy-Entscheidung, die Formierung einer eigenständigen PR-Agentur absolut nachvollzogen werden. Eine Bedrohung geht allenfalls mit der Ankündigung einher, RCKT als externen Dienstleister zu etablieren, der vor allem, aber nicht ausschließlich, Startups akquirieren möchte. Dabei soll RCKT aber offenbar nicht in dem Maße disruptiv auftreten, wie es von den Samwer-Brüdern zu erwarten ist. Ob dem so ist, bleibt abzuwarten. In jedem Falle ist es spannend zu sehen, wie die Akquise externer Kunden vorangehen wird, stehen doch so manche Unternehmen, vor allem Startups, dem Samwer-Imperium eher kritisch gegenüber.

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