Strompreis Green IT Anbieterwechsel

Strompreis Green IT Anbieterwechsel

Die Signale vom Energiemarkt sind im Moment wieder sehr negativ, die Strompreise steigen weiter an. Grund genug sich mit den Hintergründen zu befassen und zu hinterfragen wie man als Konsument am besten reagieren sollte.

Aktuell erhöhen sich die Preise durch die Öko-Umlage von 3,6 Cent um 47 Prozent auf knapp 5,3 Cent pro Kilowatt Stunde (kWh). Für Privathaushalte mit 4 Personen und 4.500 kWh Verbrauch heißt das konkret 76,5 € Mehrausgaben im Jahr. Diese Zahl hört sich sehr hoch an, aber offenbar ist die Bevölkerung in Deutschland sehr leidensfähig. Neuesten Erhebungen zu Folge beträgt die Wechselrate in Deutschland immer noch sehr niedrige 6%. Der Wettbewerb im Energiemarkt nach der Deregulierung nur sehr langsam in Gang gekommen und das liegt im Wesentlichen auch an der Unbeweglichkeit der Kunden. Energieanbieter können aktuell noch gut von den Stammkunden leben, die entweder aus Bequemlichkeit oder aber aus Unsicherheit den Anbieter nicht wechseln wollen. Sehr oft haben die Kunden Angst zu wechseln und mitten im Wechsel ohne Strom dazustehen. Diese Angst ist unbegründet. Der Gesetzgeber hat die lokalen Stromversorger dazu verpflichtet, alle Haushalte zu versorgen – auch wenn diese nicht mehr Vertragspartner sind. Der Stromversorger kann den Strom nicht einfach abstellen nur weil ein Kunde gekündigt hat. Da die Stromnetze und die Stromanbieter getrennt wurden, kann ein neuer Anbieter also die vom neuen Kunden benötigte Strommenge über das Strom Transportnetz bereitstellen und zahlt dem lokalen Versorger ein so genanntes Netznutzungs-Entgeld für den Transport bis zum Kunden.

Die meisten Konsumenten kennen das bereits von Ihrem Telekommunikationsanbieter und genau hier gab es auch früher immer wieder Probleme beim Anbieter Wechsel. Die Kunden haben diese Probleme verinnerlicht und antizipieren die Probleme nun auf die Energiebranche. Es bedarf also lediglich dem Willen sich zu informieren und den Stromanbieter jetzt zu wechseln.

Aber auch mit dem persönlichen Verhalten kann man seinen Stromverbrauch und damit auch seine Stromkosten senken. Es ist zwar sehr populär seine elektronischen Geräte im Haushalt im Stand-by Betrieb zu halten und somit eine schnelle Verfügbarkeit zu gewährleisten, kostengünstiger ist es aber diese Abzuschalten. Dieser Tipp klingt einfach aber viele befürchten dann den Verlust Ihrer Sendeprogrammierung in DVD Recordern oder TV Geräten. Nur wenige wissen dass in den Geräten auch ein Akku Puffer verbaut ist, der die wichtigsten Funktionen im Gerät so versorgt dass zum Beispiel Einstellungen gespeichert sind. In den meisten Wohnungen laufen so Tag und Nacht, DVD Recorder, TV Geräte im Stand-by aber auch WLAN Router und PC Systeme sind sehr oft 24 Stunden im Dauerbetrieb. In manchen Privathaushalten geht es darüber hinaus zu wie in einem Rechenzentrum hier sind zentrale Server aktiv, Backupsysteme oder Drucker. So ist es nicht verwunderlich das der Gesamtverbauch ständig steigt.

Aufgrund der Atomkraftwerke die abgeschaltet werden und die durch regenerative Energien ersetzt werden sollen, ergeben sich Herausforderungen für die Energiewirtschaft. So müssen die Strommengen von Norddeutschen Offshore Parks über noch zu bauende Stromtrassen in den Süden transportiert werden. Die Kosten dafür wird auch wieder der Allgemeinheit aufgebürdet werden. So schließt sich wieder der Kreis. Die Stromkosten steigen – und der Verbraucher ist gut beraten über einen Wechsel seines Stromanbieters nachzudenken.

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