Video-Email-Marketing: To video or not to video?

Video-Email-Marketing

Rich Media – sprich Videos, Animationen und interaktive Elemente – geben Hoffnung auf eine neue, kreative Form des E-Mail Marketings und wirken als ‚Eyecatcher‘ in jedem Mailing. Dabei sind Videos für Empfänger leichter zu konsumieren als reine Textbeiträge und emotionalisieren. Die Darstellungsmöglichkeiten im E-Mail Marketing werden vielfältiger, innovativer – doch die E-Mail Clients ziehen nicht immer mit und blockieren aus Sicherheitsgründen gängige Bewegtbildformate. Dennoch sind die Marketer nicht gezwungen, auf Videos im E-Mail-Kanal zu verzichten.

Wie funktioniert‘s?

Das referenzierte Video
Dabei handelt es sich um ein gewöhnliches Webvideo (z.B. Youtube Video) mit hochwertiger Qualität, welches sich als HTML Code in das Mailing einbetten lässt. Youtube-Video Verweise in Newslettern werden mittlerweile zunehmend von E-Mail Programmen verarbeitet, sodass die Empfänger die referenzierten Videos direkt in E-Mail Umgebung abspielen können – jedoch an gesonderter Stelle oberhalb (Hotmail) oder unterhalb (Gmail, Yahoo) der Nachricht. Positiv bei dieser Option ist, dass keine qualitativen oder zeitlichen Restriktionen bestehen und die E-Mail keine langen Ladezeiten erzeugt. Dem steht jedoch gegenüber, dass noch immer einige Internet Service Provider die E-Mails blockieren/filtern.

Das HTML5 Video
Der HTML5 Standard bietet mit dem Video-Tag die Möglichkeit, Videos einzubinden (embedded videos) – im Unterschied zur referenzierten Variante wird dieses direkt mit der E-Mail in einem ausgeliefert. Als Vorteil ist hier zu nennen, dass Videos auch offline abspielbar sind. Dem stehen jedoch eine Reihe Nachteile gegenüber: Für den Empfang/Versand der E-Mail wird eine hohe Brandbreite benötigt und nur wenige Devices (darunter iPhone/iPad) unterstützen aktuell diese Technik.

Der Fake-Player
Eine Alternative (und die technisch einfachste) ist der sogenannte ‚Fake-Player‘. Dabei wird ein einzelnes Standbild aus dem Video mit einem Play-Button versehen und als Grafik in die E-Mail integrieren, wodurch das eigentliche Video ‚simuliert‘ wird. Tatsächlich wird der Nutzer mit einem Klick auf das Video vom Standbild auf eine Landingpage geleitet, wo das Video eingebunden ist und problemlos abgespielt werden kann. Wichtig: Das Teaserbild sollte nicht unüberlegt gewählt werden, sondern sollte je nach Message möglichst attraktiv, spannend oder interessant sein. Positiv zu werten ist, dass die E-Mail nicht unnötig groß gerät und keine lange Ladezeiten erzeugt. Zudem sind keine Probleme mit Spamfiltern zu erwarten wodurch der Empfänger problemlos auf das Video zugreifen kann. Ein wesentlicher Nachteil jedoch ist, dass die multimediale Wirkung der E-Mail deutlich eingeschränkt ist und der Empfänger auf dem Wege zum ‚echten‘ Video über das neue Browserfenster womöglich abbricht.

Die gif-Animationen
Eine weitere Alternative bieten gif-Dateien, ein Bildformat welches aus mehreren Einzelbilder besteht. Ein Video lässt sich recht einfach in animierte gif-Animationen umwandeln. Dabei wird das Video in einer Art Schnelldurchlauf abgespielt. Durch den Verzicht auf das Video werden somit lange Ladezeiten vermieden und Probleme mit Spamfiltern umgangen. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass Tonspuren nicht übertragen werden können und es zu Einschränkungen bei der Bildauflösung kommt. Zudem stellen einige E-Mail Programme nur Standbilder dar.

GMail, Outlook & Co.- Wo funktioniert’s?

Folgende Grafik zeigt, welche E-Mail Clients welche Möglichkeiten der Bindung zulassen, wobei zu beachten ist, dass die beiden großen Anbieter Gmail und Outlook die eingebetteten Videodateien nicht unterstützen.

 EMail Marketing Video

Quelle: Videoemail.com

To video or not to video? – Das Fazit

Ohne Frage bieten Videos eine interessante Möglichkeit, die Klickraten im E-Mail Marketing hochzutreiben und das Mailing für den Empfänger attraktiver zu gestalten – ein Medium, das prinzipiell Erfolg verspricht. Damit Ihre Newsletter-Abonnenten jedoch nicht vergebens auf Videoclips im Posteingang warten, sollte man sich mit den genannten Optionen und ‚Workaround‘-Lösungen auseinandersetzen. Es bleibt spannend, welche weiteren Lösungen auf den Markt drängen – bis dahin wird es auch weiterhin notwendig sein, auf ‚traditionelle‘ E-Mails zu setzen und durch deren attraktive Gestaltung die Empfänger auf entsprechende Landingpages zu ziehen. Dort stehen Ihnen dann in Sachen Rich Media alle Möglichkeiten offen.

 Quellen:

Die auf http://onlinemarketing-trends.de verwendeten Bilder stammen aus der folgenden Quelle: THINKSTOCK ® by Getty Images

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