Vine-App

Vine-App

Twitter hat seit Anfang des Jahres 2013 eine Video-App veröffentlicht, mit der Nutzer Kurzvideos aufnehmen und auf der Plattform veröffentlichen können. Die Video-App „Vine“ für Kurzfilme bietet seinen Usern die Möglichkeit einer Stop-Motion-Aufnahme, mit der man maximal sechs Sekunden lange Videos aufnehmen kann. Dieses auf Twitter konzipierte Erfolgsmodell hat eine spezielle Aufnahmefunktion.

Nutzer müssen mit dem Finger auf das Display drücken, um etwas filmen zu können. Wenn die Aufnahme angehalten werden soll, nimmt man den Finger wieder runter. Somit entfällt das Schneiden, da man auf diese Art und Weise mehrere Sequenzen aneinanderhängen kann. Direkt im Anschluss kann der kurze Clip noch benannt werden und auch der Standort des Nutzers kann mit Foursquare hinzugefügt werden. Auf Wunsch hat man die Wahl, das Video nur auf Vine oder zusätzlich bei Twitter und Facebook zu veröffentlichen.

Die kurze Aufnahmezeit soll die Kreativität der Nutzer steigern und fördern. Es soll den Nutzern Spaß bereiten, kurze Videos zu produzieren durch die einfache und nutzerfreundliche Bedienbarkeit. So kann man kurze Videoschnipsel, wie einen raschen Gruß an die Freunde oder schnell mal ein Kuchenrezept ohne viel Aufwand aufnehmen und über das Twitter-Profil verschicken.

Im Vergleich zu Youtube kann man sich dann die Videos, die übrigens auch mit Ton abgespielt werden, direkt auf der Twitter-Webseite anschauen. Für rund 140 Millionen Twitter-Nutzer gibt es Wackelbildchen in Endlosschleife, die eigentlich schon in Vergessenheit geraten wurden. Die „Vine-App gibt es aber zur Zeit  nur für Iphone und Ipod Besitzer. Der Kauf des Videodienstes durch Twitter führte zu einem verschärften Konkurrenzkampf mit Facebook. So können Nutzer von Vine nicht mehr ihre Facebook-Freunde als Kontakte hinzufügen. Im Gegenzug dazu ist es für Twitter-Nutzer nicht mehr möglich, Fotos, die mit der von Facebook gekauften App Instagram geschossen wurden, direkt auf Twitter zu sehen. Zudem ist Vine nicht auf dem Computer verwendbar. Somit entfallen für die Nutzer Funktionen wie das Stöbern durch die Profile der Freunde und deren neue Videos. Die Clips kann man nur sehen, wenn man auf die entsprechend geteilten vine.co-Links klickt. Aber auch dann kann man nur das eine Video sehen und gelangt nicht zum Profil.

Vine ist bisher ein interessantes Experiment, das aber noch an Anwendungszwecke und Bedienbarkeit zu wünschen übrig lässt. Aber zum spielen und experimentieren ist es auf jeden Fall einen Blick wert. Übrigens besitzt Vine auch einen konjugierbaren Anglizismus („ich Vine. Du Vinest. Wir Vinen!“)

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