Wearables als neue Alltagshelden

Wearables als neue Alltagshelden

Imogen Heap macht es vor. Die britische Sängerin macht elektronische Musik – und zwar mit ihren Händen. Speziell dafür wurden Handschuhe entwickelt, die per Sensoren Bewegung in Musik umsetzen.

Mensch und Technik verschmelzen

Von musikmachenden Handschuhen über Smartwatches bis zur Datenbrille – alltägliche Dinge verwandeln sich durch die neueste Technik in digitale „tragbare Allrounder“. Schon früher wurden sprechende Gegenstände in Science-Fiction Filmen behandelt. Mittlerweile gibt es solche Devices wirklich. Heute nennt man die kleinen Alleskönner Wearables. Aber haben die E-Mail empfangende Uhren und Brillen mit eingebauter Kamera eine Zukunft oder ersetzen sie sogar das Smartphone?

Intelligente Armbänder

Am geläufigsten sind Fitnessarmbänder, die als Schrittzähler fungieren und die täglich verbrauchten Kalorien zählen. Das unscheinbare Armband, wie beispielsweise die Samsung Gear Fit (http://www.samsung.com/de/consumer/mobile-device/wearable/wearable/SM-R3500ZKADBT), kann genau das. Der ca. 200 Euro teure Begleiter hat ein 1,8 Zoll Display, auf dem der Nutzer über eingehende Nachrichten informiert wird. In Verbindung zu einem Smartphone können neben Schrittzähler und Pulsmesser dann auch Schlaf- und Essverhalten analysiert und dokumentiert werden.

Sprechende Uhren – der Spion am Arm

Neben den Armbändern stehen auch Uhren hoch im Kurs. „Anrufe sind immer möglich. Haben Sie je einen wichtigen Anruf verpasst, weil Sie Ihr Telefon nicht hören oder erreichen konnten? Das passiert jetzt nicht mehr. Wenn Sie Ihr Samsung Galaxy Gear tragen, können Sie über Ihr Handgelenk telefonieren. Und das ist ja praktischerweise immer zur Hand.“ So wirbt Samsung mit seiner Smartwatch. Noch dazu können Bilder und Videos aufgenommen werden. Die Uhr zeigt außerdem E-Mails, SMS und Tweets auf dem Farbdisplay an. Allerdings benötigt die Armbanduhr eine Verbindung zum  Smartphone, sie ist also kein eigenständiges Device.

Google Glass – Ein weiterer Schritt in eine Zukunft ohne Privatsphäre?!

Ein ganz anderes Vorhaben verfolgt die originelle Google Glass Brille. So schnell sie auf den Markt kam, so schnell war sie auch schon wieder ausverkauft. Die Cyberbrille besitzt ein kleines Display an der oberen rechten Seite, das dem Nutzer die gewünschten Informationen direkt vor dem Auge einblendet. Das kann zum Beispiel das Abrufen von E-Mails oder eine zurückgelegene Distanz beim Joggen sein. Mit dem eingebauten Mikrofon lässt sich Telefonieren und auch direkte Interaktionen ausführen. So kann der Träger beispielsweise mit dem Kommando „Ok, Google Glass“ eine Suchfunktion veranlassen. Die intelligente Brille beantwortet die Fragen dann direkt auf dem Display. Dank der eingebauten Kamera können auf Sprachbefehl auch Fotos und Videos aufgenommen werden. Allerdings ist die Brille noch sehr umstritten. Viele Leute fühlen sich durch Google Glass ausspioniert und reagieren dementsprechend gereizt auf die Träger. In Amerika kam es dadurch schon vermehrt zu Übergriffen.

Wearables mögen die Lösung sein, nur für welches Problem eigentlich?

Ob nun Armband, Uhr oder Bille – alle Devices haben ihre Vor- und Nachteile, doch werden sich  Wearables in Zukunft richtig in die Gesellschaft integrieren können und wie werden sie sich noch technisch weiterentwickeln? Man wird sicher in nächster Zeit mehr und noch dazu bessere Allrounder bestaunen können. Sie werden unseren Alltag bereichern und vereinfachen können. Doch müssen erst noch Hürden, wie zu kurze Akkulaufzeiten, noch überwunden werden. Manche haben schon jetzt gesellschaftliche Debatten ausgelöst und wir werden uns in Zukunft mit dem Thema Privatsphäre weiter auseinandersetzen müssen. Dass Wearables jedoch bald Smartphones ablösen könnten, wird nicht vermutet. Dafür sind die Displays zu klein und der Funktionsumfang wird noch lange nicht dem eines Telefons gerecht. Doch lässt man all die Kritik bezüglich dessen und auch der Verletzung des Datenschutzes mal bei Seite, kann gerade in Situationen, in denen man die Hände frei haben muss (wie beispielsweise beim Autofahren), ein Gerät wie die Google Glass sehr hilfreich sein. Aber wie sagt man so schön: probieren geht über studieren …

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