Zwei Jahre Vine-App

Zwei Jahre Vine: Ein Resumé

Der zweite Geburtstag der Vine-App liegt hinter uns und es ist Zeit für einen Status Quo. Ist die Video-Plattform immer noch so beliebt wie anfangs oder wurde sie bereits von der Konkurrenz (beispielsweise Instagram oder Snapchat) überholt?

2014 – Jahr der Veränderungen für Vine

Vorweg ist anzumerken, dass Videos im Bereich des Content Marketing auch zwei Jahre nach der Einführung von Vine nach wie vor noch eine große Rolle spielen. Dies hat Vine erkannt und besonders 2014 mit vielen Neuerungen und Änderungen nachgeholfen, die Anwendung für User und auch für Marketer kontinuierlich anzupassen und zu optimieren. Folgendes hat sich seit unserem letzten Update von Sommer 2013 geändert:

Vine ist seit Januar 2014 auch über Web zugänglich, wenn anfangs auch noch auf relativ unspektakuläre und statische Weise. Die erste Desktop-Anwendung hatte optisch sehr viel Ähnlichkeit mit der des Konkurrenten Instagram, außerdem fehlten nützliche Features wie eine Suchfunktion und „Folgen“-Buttons.

Im April 2014 führte Vine dann seine erste eigene Nachrichtenfunktion ein – Vine Messages. User können seitdem private Videos und Textnachrichten an Freunde senden. Dies hat zur Folge, dass die Vine Community gestärkt wird, die Nutzungsdauer pro User steigt und die Anwendung mit anderen Social Media Plattformen wie Facebook und auch Twitter konkurriert.

Weitere Änderungen und Verbesserungen sind im Bereich der Vine Desktop-Anwendung zu vermerken: Seit August 2014 verfügt Vine auch über eine thematisch strukturierte Webseite, ähnlich der von YouTube. Vine reagierte damit auf die Wünsche seiner User nach einer interaktiveren Desktop-Anwendung, da die vorige Version auf reine Basics beschränkt war (siehe oben). Die neue Suchfunktion filtert dabei nach Nutzern, Orten oder Hashtags. Somit können auch Außenstehende auf die Inhalte zugreifen, was wiederum eine Chance für Marken und auch Vine-Nutzer selbst bedeutet.

Außerdem gab es 2014 kleinere Verbesserungen und Änderungen wie das Einführen eines Activity Feeds und eines Loop Counts, ein personifiziertes Profildesign, einen „Edit“-Button sowie eine „Folgen“-Funktion, um regelmäßige Updates der Lieblingsnutzer zu erhalten.

Eines der neueren Features (Januar 2015) von Vine zielt auf die junge Generation ab: Vine Kids. Diese App ist speziell für Kinder und zeichnet sich durch lustige und kindgerechte Unterhaltungsvideos aus. Somit orientiert sich Vine bereits an der zukünftigen Hauptzielgruppe (momentan sind 18 bis 20-Jährige die aktivsten Vine-Nutzer).

War die Plattform anfangs doch als eine Art Bühne für die verschiedensten Talente (Musik, Comedy, Kunst) gedacht, so ist Vine heute verstärkt zu einem Spiegel der realen Welt geworden. So wie das frühe Twitter hat sich auch Vine von einem darstellenden zu einem informierenden Netzwerk entwickelt. Kurzum: Vine ist erwachsen geworden.

Das können wir 2015 noch von Vine erwarten

Und die Entwicklung geht noch weiter. Schaut man sich Expertenmeinungen von erfolgreichen Vine-Usern an, so lassen sich einige Trends für 2015 erahnen.

  • Vine diente bereits in jüngster Vergangenheit als Sprungbrett für kreative Köpfe. Dies könnte sich laut Zach King auch in diesem Jahr fortsetzen: Talentierte User werden auch auf anderen Medien wie YouTube, im Fernsehen oder auf Hulu zu sehen sein
  • Die Einführung einer Video-Reply-Funktion wäre denkbar, sodass eine größere Verteilung des Content möglich ist. Vine würde dadurch mehr zu einer Art Unterhaltungs-Plattform, deren aktive Community von Marketern genutzt werden kann
  • Da Vine mittlerweile große Erfolge im Bereich der Werbung bekannter Marken zu verzeichnen hat, ist eine offizielle Werbe-Plattform, auf der Firmen ihre Kampagnen mithilfe von gesponserten Vines vermarkten können, sicherlich nicht weit entfernt
  • Auch Verbesserungen innerhalb der Anwendung sind zu erwarten, so beispielsweise bei den visuellen Effekten sowie bei den Vine-typischen Stop-Motions. Neue Features wie Slow Motion, Time Lapse sowie ein Selfie-Stick-Modus sind denkbar

Fazit

Vine ist auch zwei Jahre nach Veröffentlichung (siehe unseren ersten Beitrag zur App von Februar 2013) populär, da sich das Video Content Marketing weiterhin auf Erfolgskurs befindet und auch Marketer das Potential von Vine entdeckt haben. Wichtig ist, dass die Entwickler nun am Ball bleiben und Vine weiterhin so optimieren, dass User und Vermarkter gleichermaßen vom Erfolg des Video-Sharing profitieren. Denn wer aus der heutigen Flut an Informationen herausstechen will, der setzt auf Apps wie Vine oder Instagram und deren Videofunktion. Derzeit liegt Instagram in Sachen Nutzerzahl deutlich vor Vine, und dies scheint sich auch 2015 nicht zu ändern, glaubt man den Trends. Für wen welche Plattform am besten geeignet ist, muss jeder selbst wissen. Wir loben die Kreativität und die Kürze der Vine-Videos und sehen hier großes Potential für Vermarkter, die trotz der geringeren Nutzerzahl von Vine ihre Produkte einmal anders bewerben wollen.

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